Mobilität für Amberg

01. April 2019

Mobiliät für Amberg Der Oberbürgermeister der Stadt Amberg referierte letzte Woche bei einer politischen Versammlung über das Thema „Mobilität“ in unserer Stadt.

Die Themen, die er ansprach, denen kann nur beigepflichtet werden! Vielfalt in der Mobilität – alle Verkehrsteilnehmer einzubinden in neue, funktionale und umweltgerechte Fortbewegung, das ist auch das Ziel der SPD Fraktion in Amberg.

Es stellt sich jedoch dem Bürger die Frage, warum Beschlüsse, die dieses Ansinnen umsetzen würden, nicht umgesetzt werden? Beispielsweise forderte die SPD Fraktion nach Ortsterminen in der Innenstadt (die AZ berichtete – 10.04.18), mehr Stellplatzflächen für Zweiräder, Kräder und Motorräder. Angedacht waren dafür der Hallplatz, der Schrannenplatz, der Paulanerplatz und auch der Bereich am Englischen Garten. Und wieder ist ein ganzes Jahr vergangen, ohne dass dazu was geschehen ist.

Ebenso ist der Gedanke, mehr Menschen aufs Rad bringen zu wollen, lobenswert. Deshalb wurde auch bereits im Jahr 2017, ebenfalls einstimmig, das 80 Seiten umfassende Radverkehrskonzept der Stadt Amberg vom Stadtrat abgesegnet.

Nach zwei Jahren sollten erste Umsetzungserfolge sichtbar sein – für die SPD Amberg eher Fehlanzeige. Dabei wurden in diesem Konzept u.a. kurzfristige, öffentlichkeitswirksame Maßnahmen von dem Fachbüro gefordert. Diese sprachen sich vorrangig für rasche Signale aus, z.B. Fahrradstraßen, Schutzstreifen, um eben die Akzeptanz in der Bevölkerung für dieses Thema zu schürfen. Diese Möglichkeiten würden mit wenig Aufwand und kostenminimiert funktionieren, so die Meinung der SPD Fraktion.

Die SPD wünscht sich, jetzt wo das Frühjahr naht und somit die Zweiradsaison beginnt, endlich erlebbare Umsetzungen dazu. Damit Amberg eine fahrradfreundliche Stadt wird, mit Mobilität für die kurzen Wege, mit mehr Sicherheit, mit mehr Lebensqualität, mit mehr umweltfreundlichem Gedanken im Verkehr.

Zu hoffen ist auch, dass der Antrag der Fraktion auf einen E-Kleinbus (Antrag zum Haushalt 2019) umgesetzt wird. Gerade auf den kurzen Wegen in der Altstadt, ist dies das Verkehrsmittel der Zukunft, darauf muss gesetzt werden. Eine Pilot-Phase sollte die letzten Zweifel darüber ausräumen.

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Seehofer setzte sich noch bis 2023 Zeit, den ÖPNV barrierefrei zu gestalten. Mit 2021, so die Zielrichtung unseres Stadtoberhaupts zur Barrierefreiheit für den Amberger Bahnhof, haben wir nun eine noch anspruchsvollere, aber natürlich erfreulichere Zeitschiene zur Umsetzung zu erwarten.

Denn gerade im Verkehr muss aufgrund des demographischen Wandels mit noch mehr mobilitätsbeeinträchtigten Menschen gerechnet werden. Dem müssen wir entgegenwirken, in der Stadt und in der Anbindung an den Fernverkehr. Die SPD Fraktion wird dafür weiterhin engagiert arbeiten.

Birgit Fruth Vorsitzende der SPD Stadtratsfraktion

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